Kreuzung im Blick
Kameras erfassen die Zufahrten, Radwege und Fußgängerüberwege. Ihre Positionen werden so gewählt, dass die relevanten Fahrspuren und Wartebereiche möglichst vollständig sichtbar sind.
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Projekte & Anwendungen · Anwendungskonzept
Dieses Konzept beschreibt, wie Kamerabilder ausgewertet werden könnten, um eine Ampelsteuerung an die aktuelle Verkehrssituation anzupassen.
Stand des Vorhabens
Verkehr verändert sich im Tagesverlauf. Eine bedarfsgerechte Ampelsteuerung berücksichtigt, wie viele Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger tatsächlich unterwegs sind. Unser Konzept nutzt kamerabasierte Bildverarbeitung, um das Verkehrsgeschehen zu erfassen und diese Informationen für die Steuerung nutzbar zu machen.
Das System erkennt Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger an der Kreuzung und erfasst für jeden einzelnen Verkehrsteilnehmer die Wartezeit. Auf dieser Grundlage sollen Grünphasen verlängert oder früher beendet werden, je nachdem, welche Zufahrten gerade stärker belastet sind. Ziel ist, unnötige Wartezeiten zu verkürzen und den Verkehr zu optimieren.
Technischer Aufbau
Kameras und Bildverarbeitung liefern Informationen über Verkehrsaufkommen, belegte Bereiche und individuelle Wartezeiten. Die Anbindung an die Ampelsteuerung macht diese Daten für die Anpassung der Grünphasen nutzbar.
Kameras erfassen die Zufahrten, Radwege und Fußgängerüberwege. Ihre Positionen werden so gewählt, dass die relevanten Fahrspuren und Wartebereiche möglichst vollständig sichtbar sind.
Die Software erkennt Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger und verfolgt ihre Bewegung im Kreuzungsbereich. So ermittelt sie für jede Zufahrt die Anzahl der Verkehrsteilnehmer und deren individuelle Wartezeiten.
Anzahl, Position und Wartezeit werden laufend aktualisiert und über eine Schnittstelle an die Ampelsteuerung übermittelt. Zeitstempel und Statusmeldungen zeigen, ob aktuelle Messwerte vorliegen.
Die Ampelsteuerung kann Grünphasen anhand des Verkehrsaufkommens und der Wartezeiten anpassen. Festgelegte Mindestgrünzeiten, Räumzeiten und Schutzzeiten bleiben dabei verbindlich.
Umsetzung vor Ort
Das System erfasst das Verkehrsgeschehen laufend und erkennt automatisch, wo Fahrzeuge, Radfahrer oder Fußgänger warten und sich Rückstaus bilden. Manuelle Verkehrszählungen sind dafür nicht nötig. Die aktuellen Verkehrsdaten bilden die Grundlage für die Anpassung der Ampelschaltung.
Wir betrachten die einzelnen Zufahrten, Abbiegespuren und Überwege. Verkehrsaufkommen und Wartezeiten im Tagesverlauf zeigen, wann welche Bereiche besonders belastet sind.
Die Auswertung erfolgt in Echtzeit. Bilddaten und ermittelte Verkehrsdaten werden nicht gespeichert. Das System erkennt Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger als Verkehrsteilnehmer, identifiziert jedoch weder Personen noch einzelne Fahrzeuge anhand ihres Kennzeichens. Gesichtserkennung und Kennzeichenerfassung finden nicht statt.
Mit dem Betreiber stimmen wir die Schnittstellen und die Nutzung der Messwerte ab. Dazu gehört auch der Rückfall auf die bestehende Steuerung, wenn keine verwertbaren Messwerte vorliegen.
Wir vergleichen Wartezeiten, Rückstaulängen und Verkehrsfluss mit dem bisherigen Betrieb. Dabei betrachten wir Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger getrennt, damit sichtbar wird, wie sich die Anpassungen auf die einzelnen Gruppen auswirken.
Ihre technische Aufgabe
Wenn Sie Verkehrsdaten nutzen oder Bildverarbeitung für technische Abläufe einsetzen möchten, besprechen wir mit Ihnen die Ausgangslage. Auch die reine Erfassung oder Auswertung von Daten kann Gegenstand eines Projekts sein, ohne dass eine adaptive Steuerung vorgesehen ist.
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